Modernisierung eines Wohn- und Geschäftshauses auf Neubau-Niveau
Das Gebäude des Getränkehändlers war
stark sanierungsbedürftig. Das Dach musste neu eingedeckt werden,
die Fassade zeigte deutliche Risse auf. Außerdem waren durch
einen teilweisen Fensteraustausch Nachbesserungsarbeiten entstanden,
die die Fassade weiter beeinträchtigten.
Als
Grundlage für das Modernisierungskonzept ging eine Energieberatung
voran. Dabei wurde aufgezeigt, wie bei einer Komplettmodernisierung
trotz bereits erst vor kurzem durchgeführter, verschiedener
Einzelmaßnahmen der beste wirtschaftliche Effekt in Bezug auf
Zuschüsse erreicht werden konnte.
Die
Fenster im OG waren bereits vor 3 Jahren erneuert worden. Dabei wurde
jedoch keine Rücksicht auf spätere Maßnahmen genommen
und die bereits sehr tief eingebauten Fenster waren wieder an der
gleichen Stelle montiert worden. Eine neue Brennwerttherme wurde vor 3
Jahren im OG ausschließlich für dieses installiert. Das DG
wurde weiterhin mit einem zentralen Etagen-Ölofen beheizt. Das
Warmwasser wurde im DG außerdem über einen
Gas-Durchlauferhitzer bereitet.
Das Konzept wurde wie folgt aufgestellt:
1. Wärmedämmverbundsystem mit 8 – 14 cm Styroporplatten
2. Im Ladenbereich hinterlüftete Fassadenverkleidung mit Lärchenholzlatten
3. Dachdämmung mit 20 cm Mineralwolle
4. Fensteraustausch durch Holzalufenster mit Ug=1,1W/m²K
5. Solare, zentrale Warmwasserbereitung für OG + DG
6. Neue Haustüre
Um die Einbausituation der bereits ausgetauschten
Fenster im OG nicht zur „Schießschartenoptik“ zu
verschlechtern, wurde ein neues Fassadenkonzept entwickelt. Die Fenster
wurden zu Fensterbändern zusammengefasst. Dadurch erscheinen die
Fenster nicht tiefer als bisher. Ein modernes Fassadenbild wurde
dadurch ebenfalls erreicht. Auf der Straßenseite wurde die
Plastizität der Fassade durch die Holzschiebeläden deutlich
gesteigert. Die Ladenebene bekam eine Holzlattenfassade, um sie
abzuheben von der Wohnnutzung und um ein interessantes Spannungsfeld in
der Fassade herzustellen.
Bei der Dachneueindeckung wurde außerdem der
Gaubendachüberstand deutlich erhöht, so dass im Sommer eine
natürliche Verschattung und im Winterfall trotzdem
Sonneneinstrahlung gegeben ist.
Insgesamt entstand durch die Neugestaltung wieder ein
rundes Erscheinungsbild. Die vorgelagerte Betonscheibe wirkt als
Werbeträger und gleichzeitig Trennung zwischen Privat- und
Geschäftseingang.
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